Juni
24
2017

Host story Milan: Reisen und dabei zuhause bleiben
24 Juni 2017
von Saverio

Host story Milan: Reisen und dabei zuhause bleiben
misterb&b host stories

Rocky ist einer unserer erfahrensten Gastgeber in Mailand. Ein aufgeschlossener britischer KĂŒnstler, der schon seit zehn Jahren in Italien lebt. Er beschĂ€ftigt sich mit Mode, Kunst und zeitgenössischer Musik. Er liebt das Reisen genauso sehr, wie er es liebt, Gastgeber zu sein. In dieser Geschichte erzĂ€hlt er von dem Wunder, Teil der misterb&b-Community zu sein. Der Wunsch, neue Freunde zu finden, sich zu vernetzen und sich von der Erfahrung anderer berĂŒhren zu lassen. Lass Dich inspirieren und stay like a Gay Local!

 

Welche interessanten Menschen hast Du kennengelernt?

Wow 
 Ich habe jede Menge interessante Leute kennengelernt: Von Designern bis hin zu Kunstsammlern, von Journalisten bis hin zu GeschichtenerzÀhlern, viele freundliche, aufgeschlossene Typen aus aller Welt. Manche sind zum Arbeiten hier, andere im Urlaub. Mailand ist eine mondÀne und stylische Stadt.

 

Was bedeutet es, Gastgeber fĂŒr die schwule Community zu sein? 

Ich liebe es genauso sehr, Gastgeber zu sein, wie ich es schon immer liebe zu reisen. Ich denke ... meine GĂ€ste kommen nach Mailand, in meine Stadt, wohnen bei mir und bringen natĂŒrlich auch ihre Kultur mit. Diese Begegnungen lassen ein bisschen das GefĂŒhl aufkommen, als ob Du selber auf Reisen bist. Aber in Wirklichkeit bist Du daheim, in Deiner eigenen Wohnung.

Es ist eine Menge Vertrauen im Spiel und neue Leute zu treffen kann so fantastisch sein und Dir so viele positive Schwingungen bringen. Und das passiert meistens, wenn sie schwul sind. Denn dadurch baut man leichter eine Verbindung auf. Menschen sind Menschen, ich mag das GefĂŒhl, etwas fĂŒr die schwule Community zu tun, indem ich ihnen eine sichere und komfortable Unterkunft in einem schwulen Haushalt ohne Tabus anbiete.

Wenn man auf Reisen ist, hat man auch immer eine innere Sehnsucht nach Kontakt, insbesondere, wenn man allein unterwegs ist. Viele GĂ€ste mögen es, sich zu unterhalten und ihre Erfahrungen zu teilen. Wir reden ĂŒber viele Themen: Probleme unserer Zeit, aktuelle Geschehnisse, Sachen, die wir lieben und möglicherweise gemeinsam haben ... und natĂŒrlich auch darĂŒber, schwul zu sein. 

Welche interessanten Dinge hast Du erfahren und was hast Du Neues gelernt, seit Du Gastgeber bist?

GesprĂ€che können sich um viele Themen drehen. Bei internationalen GĂ€sten können Meinungen selbstverstĂ€ndlich sehr weit auseinandergehen, aber ich liebe es, zu debattieren und ein bisschen zu provozieren, insbesondere wenn es in der Diskussion um soziale Probleme und Lebensstile geht. GesprĂ€che drehen sich hĂ€ufig um Coming-out, Jugend, Heranwachsen und Menschenrechte. Aber ich diskutiere auch gerne ĂŒber Kunst, Musik und Kino. Das Interessanteste ist aber das Leben der Leute, etwas ĂŒber ihre Familie, ihren Lebensstil und ihre Interessen zu erfahren.

Die GĂ€ste, die bei mir waren, haben alle nach einer billigeren Übernachtungsmöglichkeit, einem sicheren Ort, an dem sie ihre Sachen lassen können, und einer zentrale Lage gesucht. Die GĂ€ste, die am lĂ€ngsten geblieben sind, waren aus beruflichen GrĂŒnden in Mailand, andere kommen nur fĂŒr ein Wochenende oder sind auf der Durchreise und finden mein Apartment gĂŒnstig, Ich bin sehr nahe am Bahnhof Milano Centrale und der Anbindung zum Flughafen.

Die Zeit zum Ausgehen kann begrenzt sein, Ganz klar haben GĂ€ste ihre Tages- und ZeitplĂ€ne, ich muss arbeiten, also habe ich auch meine. Normalerweise versuche ich, bei ihrer Ankunft etwas Zeit mit ihnen zu verbringen: Ich gebe ihnen bei einer gemeinsamen Tasse Tee Infos ĂŒber Mailand, Tipps, was man unternehmen oder besichtigen kann, und wie man durch die Stadt kommt. Manchmal sitzen wir auch abends bei einem Glas Wein auf meiner schönen Terrasse zusammen oder morgens beim gemeinsamen FrĂŒhstĂŒck. 

 

Was ist Deine Lieblingserinnerung an einen Gast?

Ich schĂ€tze, meine liebste Erinnerung ist die an einen jungen Marokkaner, der zum ersten Mal in Mailand war, um ein Wochenende lang Spaß zu haben. Ich habe ihm angeboten, ihn auf eine nĂ€chtliche Radtour zu meinen historischen LieblingsplĂ€tzen in der Stadt mitzunehmen. Es hat einfach Klick gemacht und er hatte wirklich Freude an Mailand und der Radtour und rief in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden aus: „I‘m HaPpY !!“

DarĂŒber musste wir beide lachen, spĂ€ter hat er mich zum Abendessen eingeladen, natĂŒrlich mit fantastischem italienischem Essen bei gutem Wein, und wir konnten nicht aufhören, zu scherzen und zu lachen. Die Romanze wurde sowohl sĂŒĂŸ als auch leidenschaftlich. Im echten Leben hĂ€tte ich ihn zu mir eingeladen. Aber er wohnte ja bereits bei mir. 

 

Ihr seht also, dass ich meine Gastgeberrolle wirklich genieße und nur gute Erfahrungen gemacht habe. Ich hoffe, das hier kann neuen GĂ€ste und Gastgebern als Inspiration dienen!

 

                                           

 

 

Auf dem Weg nach Mailand? Schau Dir das Angebot von Rocky auf misterb&b an

 

 

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