Fire ist einer der bekanntesten Clubs in Vauxhall, einem Viertel im Süden Londons, das über viele Jahre eine zentrale Rolle im schwulen Nachtleben der Hauptstadt spielte. Der große Clubkomplex liegt unter den Eisenbahnbögen an der 39 Parry Street, nur wenige Schritte vom Bahnhof und der Underground-Station Vauxhall entfernt. Hier fanden einige der berühmtesten LGBTQ+ Partys Londons statt. Heute ist Fire allerdings kein ausschließlich schwuler Club mehr. Das Programm umfasst elektronische Musikveranstaltungen, Latin-Partys, Themenbrunches und Nächte für ein breiteres Publikum. Mit Events wie Beyond und MEAT XXL bleibt das Lokal dennoch eine wichtige Adresse für schwule Männer, die eine intensive Clubnacht suchen.
Mehrere miteinander verbundene Räume erstrecken sich unter den Bahngleisen. Sichtbare Ziegelwände, Tunnel, Neonlicht und leistungsstarke Soundsysteme schaffen eine industrielle Underground-Atmosphäre. Je nach Veranstaltung können mehrere Tanzflächen, Bars, VIP-Bereiche sowie ein Garten oder eine Außenterrasse geöffnet sein. Bei größeren Produktionen wird teilweise auch das benachbarte Lightbox einbezogen, das für seine aufwendige LED-Installation bekannt ist. Da nicht bei jeder Party sämtliche Räume genutzt werden, kann Fire an einem Abend kompakt und am nächsten geradezu riesig wirken.
Besonders eng verbunden ist der Club mit der Londoner After-Hours-Kultur. Beyond, eine der traditionsreichsten schwulen Dancepartys der Stadt, übernimmt Fire regelmäßig von Samstagnacht bis Sonntagvormittag. Musikalisch stehen meist House, Tech House und treibende elektronische Klänge im Mittelpunkt. Dunkle Räume, intensive Lichtshows, oberkörperfreie Tänzer und eine energiegeladene Menge gehören zur Erfahrung. MEAT XXL richtet sich ebenfalls vor allem an Männer und verbindet DJs mit muskulösen Go-go-Tänzern sowie bei ausgewählten Ausgaben mit einem großen Spielbereich für Erwachsene.
Das Publikum hängt stark von der jeweiligen Veranstaltung ab. Bei Beyond und MEAT kannst du mit einer überwiegend schwulen männlichen Crowd rechnen: sportliche Clubber, Bears, Männer in Harnesses, internationale Besucher und erfahrene Stammgäste der Londoner After-Hours-Szene. Andere Events im Fire ziehen hingegen ein gemischtes LGBTQ+ oder größtenteils heterosexuelles Publikum an. Deshalb reicht es nicht, lediglich zu prüfen, ob der Club geöffnet ist. Informiere dich genau darüber, welche Party stattfindet, denn ein anderer Veranstalter kann das Erlebnis vollständig verändern.
Für den gesamten Club gilt keine einheitliche Kleiderordnung. Fire bezeichnet den allgemeinen Dresscode als leger, einzelne Veranstalter können jedoch eigene Regeln festlegen oder Sportswear, Fetischkleidung, Harnesses und thematische Outfits fördern. Kapuzen sind in der Warteschlange nicht gestattet. Große schwule Events arbeiten häufig mit Vorverkauf, gestaffelten Ticketpreisen und verbindlichen Zeiten für den letzten Einlass. Besonders während Pride, an Feiertagswochenenden und bei Sonderausgaben solltest du dein Ticket frühzeitig kaufen.
Das Fire ist grundsätzlich zugänglich, allerdings führen in einigen Bereichen Stufen durch das historische Eisenbahngewölbe. Dadurch sind nicht sämtliche Räume barrierefrei erreichbar. Gäste mit besonderen Anforderungen sollten sich vorher direkt an den Club wenden. Bewahre während der Veranstaltung persönliche Gegenstände sicher auf, behalte dein Getränk im Blick und plane die Rückfahrt, bevor die Nacht sämtliche vernünftigen Entscheidungen übernimmt. Vauxhall bietet Underground-, Bahn- und Busverbindungen, deren Fahrzeiten nachts variieren.
Fire besitzt keine festen täglichen Öffnungszeiten, sondern öffnet entsprechend dem Veranstaltungskalender. Prüfe vor jedem Besuch Datum, Beginn, letzten Einlass, Ticketbedingungen und Dresscode. Bei der richtigen Party bietet der Club weiterhin eine der intensivsten schwulen Nächte Londons: gewaltiger Sound, industrielle Bögen, eine kontaktfreudige männliche Crowd und die sehr reale Möglichkeit, dass aus Samstagabend beinahe unbemerkt Sonntagnachmittag wird.
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