SUPPER, vielen weiterhin unter dem früheren Namen Supperclub Amsterdam bekannt, gehört zu den außergewöhnlichsten Dinner- und Nachtlebenserlebnissen der niederländischen Hauptstadt. Die Location befindet sich im historischen Odeon-Gebäude am Singel 460 und vereint Restaurant, Dinnershow, Cocktailbar und Nachtclub. Berühmt wurde das Konzept vor allem durch seine großen weißen Betten, die herkömmliche Restauranttische ersetzen. Gäste ziehen ihre Schuhe aus, machen es sich bequem und genießen ein mehrgängiges Menü, während Tänzer, Performer, DJs und visuelle Projektionen den Raum ständig verändern. Wer einen diskreten Abend bei Kerzenschein sucht, ist hier wahrscheinlich falsch. Wer gern etwas zu erzählen hat, könnte genau richtig sein.
Der Supperclub wurde in den 1990er-Jahren in Amsterdam gegründet und entwickelte sich anschließend zu einem international bekannten Konzept. Später zog die Amsterdamer Institution in das ehemalige Odeon-Theater um. Historische Elemente des Gebäudes aus dem 17. Jahrhundert treffen dort auf moderne Beleuchtung, experimentelle Inszenierungen und den fast vollständig weißen Hauptsaal. Die neutrale Einrichtung funktioniert wie eine Leinwand für Farben, Bilder und Performances. Der Besuch ist deshalb nicht als gewöhnliches Abendessen gedacht: Im Laufe der Nacht verschwimmen die Grenzen zwischen Restaurant, Theater und Club.
Obwohl SUPPER in LGBTQ+ Reiseführern auftaucht, handelt es sich nicht um einen ausschließlich schwulen Club. Das reguläre Publikum ist international, modebewusst und gemischt. Die meisten Nächte orientieren sich an Musikrichtungen oder Veranstaltungskonzepten und nicht an einer bestimmten sexuellen Identität. Trotzdem besitzt das Haus eine lange Tradition der Offenheit, Selbstdarstellung und extravaganten Unterhaltung. Dragqueens und queere Künstler können Teil der Dinnershows sein. Außerdem stehen gelegentlich Drag-Brunches, Pride-Veranstaltungen und andere besonders LGBTQ+-freundliche Events auf dem Programm. Während Amsterdam Pride wird das Publikum häufig deutlich queerer, doch der aktuelle Kalender sollte vor jedem Besuch geprüft werden.
Zum Dinner gehört gewöhnlich ein mehrgängiges Menü. Je nach Buchung sitzen oder liegen die Gäste auf einem Bett im Hauptsaal, an einem Tisch oder auf dem Balkon. Allergien und besondere Ernährungswünsche sollten bereits bei der Reservierung angegeben werden. Das Essen ist Teil einer umfassenden Show, bei der Atmosphäre, Musik und Performance mindestens ebenso wichtig sind wie die einzelnen Gerichte. Die Betten fördern Gespräche mit benachbarten Gästen und verleihen dem Abend eine spielerische Intimität. Da die Schuhe ausgezogen werden, lohnt es sich ausnahmsweise, auch der Wahl der Socken etwas Aufmerksamkeit zu schenken.
Nach dem Dinner verwandelt sich der Raum in einen Nachtclub. Die Musik wird lauter, die Gäste verlassen ihre Betten und die Tanzfläche übernimmt. Das aktuelle Clubprogramm findet in der Regel von Donnerstag bis Samstag statt, häufig ungefähr zwischen 23 und 4 Uhr. Musikstil, Eintrittspreis und Öffnungszeiten hängen von der jeweiligen Veranstaltung ab. House, Disco, urbane Sounds, Latin Music und internationale Partykonzepte können einander abwechseln. Für das Restaurant ist eine Reservierung erforderlich, und für beliebte Clubnächte empfiehlt sich der Vorverkauf.
SUPPER ist 2026 weiterhin geöffnet und aktiv. Schwule Reisende sollten die Location als inklusive, LGBTQ+-freundliche Erlebniswelt verstehen, nicht als permanente Gay Bar. Sie eignet sich hervorragend für Geburtstage, Dates oder Gruppen, die etwas Spektakuläreres als das übliche Abendessen suchen. Prüfe das Programm, bring Selbstbewusstsein und gute Socken mit und genieße eine Nacht, in der das Dinner im Bett lediglich der Auftakt ist.
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