Mälarpaviljongen gehört zu den schönsten sommerlichen LGBTQ+ Treffpunkten Stockholms. Das Lokal verbindet Restaurant, Freiluftbar und schwimmenden Garten direkt an der ruhigen Uferpromenade Norr Mälarstrand. An der Hausnummer 64 auf der Insel Kungsholmen verteilen sich die verschiedenen Bereiche über einen Anleger, mehrere üppig bepflanzte Terrassen und einen Ponton auf dem Riddarfjärden. Blumen, Regenbogenflaggen, glitzerndes Wasser und der Blick auf Stockholms Silhouette schaffen eine skandinavische Sommeridylle, in der ein zusätzliches Glas Rosé fast wie ein Beitrag zur lokalen Kultur wirkt.
Grundsätzlich ist Mälarpaviljongen für alle Menschen offen, besitzt jedoch eine besonders enge Verbindung zur LGBTQ+ Community der Stadt. Schwule Männer, queere Einheimische, internationale Reisende und heterosexuelle Freundesgruppen treffen hier während der warmen Monate aufeinander. Die inklusive Identität ist kein oberflächliches Marketingkonzept. Regenbogenflaggen, die offene Atmosphäre und das langjährige Engagement für LGBTQ+ Anliegen gehören fest zum Charakter des Hauses. Trotzdem handelt es sich nicht um eine ausschließlich schwule Bar. An sonnigen Nachmittagen und lebhaften Wochenenden ist das Publikum ausgesprochen gemischt. Mälarpaviljongen lässt sich am besten als eines der attraktivsten Uferlokale Stockholms mit einem eindeutig queeren Herzen beschreiben.
Die Stimmung verändert sich im Laufe des Tages. Mittags und am frühen Nachmittag eignet sich der Ort hervorragend für ein entspanntes Essen, einen Kaffee oder einen Drink am Wasser. Gegen Feierabend füllen sich die Terrassen mit Kollegen, Paaren, Freundesgruppen und beneidenswert stilvollen Stockholmern, die sommerliche Eleganz erschreckend mühelos aussehen lassen. Musik sorgt später für mehr Energie, ohne dass sich das Lokal sofort in einen Nachtclub verwandelt. Bei besonderen Veranstaltungen und DJ-Abenden kann es lebhaft und durchaus flirtfreundlich werden. Im Mittelpunkt stehen jedoch Gespräche, Essen, Getränke und die Aussicht, nicht eine riesige Tanzfläche.
Auch das gastronomische Angebot spielt eine wichtige Rolle. Die saisonale Karte umfasst normalerweise unkomplizierte schwedische und internationale Gerichte für ein längeres Mittagessen oder ein ungezwungenes Abendessen. Dazu werden Wein, Bier, Cocktails und alkoholfreie Alternativen angeboten. Speisekarte, Preise und Veranstaltungsprogramm können sich während der Saison verändern. Bei schönem Wetter gehört Mälarpaviljongen zu den beliebtesten Adressen der Stadt. Zu den Hauptzeiten kann es daher schwierig werden, spontan einen Tisch zu finden. Je nach Bereich sind Reservierungen möglich oder die Plätze werden nach Verfügbarkeit vergeben. Eine vorherige Prüfung der aktuellen Regelungen ist empfehlenswert.
Die Lage am Wasser ist der größte Vorteil, macht den Besuch aber zugleich vom Wetter abhängig. An einem hellen Sommertag wirkt der Ort fast unwirklich schön. Bei Regen und kaltem Wind zeigt sich Schweden von seiner weniger weniger romantischen Seite. Selbst nach einem warmen Nachmittag ist eine leichte Jacke sinnvoll, da die Temperatur am Wasser abends schnell fallen kann.
Mälarpaviljongen ist ein Saisonbetrieb und nicht dauerhaft geschlossen, wenn die Terrassen im Winter verschwinden. Das Lokal öffnet normalerweise im Frühjahr und schließt zu Beginn des Herbstes. Die genauen Termine werden jedes Jahr neu bekannt gegeben. Vor einer gezielten Anreise sollten deshalb die offizielle Website oder die aktuellen Social-Media-Mitteilungen kontrolliert werden. Wenn geöffnet ist und die Sonne scheint, lohnt es sich, früh zu kommen, einen Platz am Wasser zu suchen und Stockholm bei seiner überzeugendsten Sommervorstellung zuzusehen.
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