Frances bringt anspruchsvolle kalifornische Küche ins Herz des Castro, ohne daraus ein steifes oder übermäßig formelles Restauranterlebnis zu machen. Das intime Nachbarschaftsrestaurant liegt an der 17th Street, nur wenige Gehminuten von der Castro Street und ihren berühmten Regenbogen-Zebrastreifen entfernt. Es eignet sich besonders für Abende, an denen es kulinarisch etwas raffinierter sein darf als bei einem schnellen Essen vor dem Barbesuch. Frances ist kein ausschließlich schwules Restaurant, doch seine Lage in einem der bekanntesten LGBTQ+-Viertel der Welt sorgt ganz selbstverständlich für ein vielfältiges Publikum. Hier begegnen sich Bewohner des Viertels, schwule Paare, internationale Feinschmecker und Reisende, die in San Francisco einen besonderen Anlass feiern möchten. Der kleine Gastraum wirkt elegant, warm und angenehm persönlich. Man kann sich für ein romantisches Dinner durchaus schicker anziehen, braucht aber keine übertriebene Förmlichkeit zu erwarten. Gepflegte Freizeitkleidung passt ebenso gut – schließlich ist dies San Francisco und nicht der rote Teppich. Gegründet wurde Frances von Köchin Melissa Perello, die das Restaurant mit einer modernen, stark saisonal ausgerichteten kalifornischen Küche bekannt machte. Die Zutaten stammen nach Möglichkeit von ausgewählten Farmen und Produzenten aus der Region. Da sich das Angebot nach Saison und Verfügbarkeit richtet, ändert sich die Speisekarte regelmäßig. Statt einer langen Liste unveränderlicher Klassiker erwarten die Gäste durchdachte Kombinationen, präzise Küchentechnik und stilvoll angerichtete Teller, die ohne unnötige Effekthascherei auskommen. Gemüse erhält ebenso viel Aufmerksamkeit wie Fleisch und Meeresfrüchte. Saucen, unterschiedliche Texturen und fein abgestimmte Kontraste zeigen den ambitionierten Charakter der Küche. Frances ist deshalb besonders interessant für Gäste, die erleben möchten, wie hochwertig kalifornische Produkte in einer zeitgemäßen Küche interpretiert werden können. Die sorgfältig zusammengestellte Weinauswahl begleitet die Speisen ausgezeichnet und macht das Restaurant zu einer guten Adresse für ein Date, einen Geburtstag oder einen anderen besonderen Abend. Der Service gilt als aufmerksam und fachkundig, bewahrt aber die entspannte Haltung eines gehobenen Nachbarschaftslokals. Da der Gastraum klein und Frances weiterhin beliebt ist, sollte man vor allem für Freitag- und Samstagabende frühzeitig reservieren. Größeren Gruppen kann ein gemeinsames Menü im Family-Style angeboten werden; auch private Veranstaltungen und eine vollständige Anmietung sind möglich. Bei Allergien oder besonderen Ernährungsbedürfnissen empfiehlt sich eine vorherige Kontaktaufnahme, weil die wechselnde Karte nicht immer dieselben Anpassungen erlaubt. Die Lage eignet sich hervorragend, um rund um das Abendessen einen kompletten Castro-Abend zu planen. Nach dem Dessert erreicht man die historischen Schwulenbars des Viertels, die Castro Street oder das berühmte Castro Theatre bequem zu Fuß. Auch der Mission Dolores Park liegt nicht weit entfernt und ist bei sonnigem Wetter ein beliebter Treffpunkt der lokalen LGBTQ+-Community. Preislich liegt Frances deutlich über den ungezwungenen Cafés und Restaurants der Umgebung. Es ist daher eher eine Adresse für einen bewusst geplanten Abend als für ein schnelles, günstiges Essen. Für schwule Reisende, die saisonale Spitzenküche mit der Nähe zum LGBTQ+-Nachtleben verbinden möchten, bietet Frances eine überzeugende Mischung aus kulinarischem Anspruch, Wärme und ausgezeichneter Lage.
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