Liverpool, die Heimat des Fußballs und der Beatles, sucht ihr wirtschaftliches Heil im "rosa Geld"?
Während die englische Stadt im letzten Jahr ihren ersten offiziellen Pride March veranstaltete, plant sie nun, ihr Schwulenviertel wiederzubeleben. Laut einem Bericht der Daily Post hat die Stadtverwaltung von Liverpool kürzlich eine Beratungsfirma beauftragt, das "Gay Village" rund um die Stanley Street aufzuwerten und zu einem Anziehungspunkt zu machen.
"Wir haben in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht und werden zunehmend als schwulenfreundliche Stadt wahrgenommen", sagte ein Vertreter der Stadt und bezog sich dabei auf die vielen schwulen Lokale, die seit Anfang der 2000er Jahre rund um die Stanley Street entstanden sind.
"Der Erfolg der Gay Pride im letzten Jahr war ein Beweis für diese Entwicklung und wir müssen nun schauen, wie wir unser Gay-Viertel weiterentwickeln und fördern können", fügte er hinzu. "In Zeiten der Sparmaßnahmen ist das eine echte Herausforderung, aber wenn es uns gelingt, ein Viertel zu schaffen, das gleichzeitig dynamisch, warm und verbindend für die Gay-Community ist, kann das zur wirtschaftlichen Dynamik des Stadtzentrums beitragen".
Laut BBC hat der Stadtrat von Liverpool bereits 12.000 Pfund ausgegeben, um gemeinsam mit der Beratungsfirma herauszufinden, wie die Umgebung und die Sicherheit des Schwulenviertels verbessert werden können.abgesehen von den wirtschaftlichen Interessen will Liverpool auch sein Image verbessern, das in den letzten Jahren durch homophobe Übergriffe beschädigt wurde.
Langfristig will Liverpool eine der schwulenfreundlichsten Städte Englands und ein beliebtes Reiseziel für schwule Touristen aus der ganzen Welt werden, wie es London, Brighton oder Manchester bereits sind. Eine ehrgeizige Wette.
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