WirdNepalbald das neue schwulenfreundliche Reiseziel in Asien sein? Wenn man sich ansieht, wie schnell die Rechte von Schwulen und Lesben in diesem kleinen Land vorankommen und wie aktivistisch einige seiner Veranstalter sind, ist das durchaus vorstellbar.
Letzten Winter kündigte Sunil Pant, der Chef des nepalesischen ReiseunternehmensPink Mountain, an, dass er bald auch Heiraten in Nepal anbieten werde.... schwulen Touristen Hochzeiten am Fuße des Mount Everest oder Hochzeitsreisen auf Elefanten im Himalaya anbieten... Völlig undenkbar? Sunil Pant, ebenfalls Parlamentarier und vor allem die wichtigste LGBT-Figur des Landes, hat Wort gehalten: Letzte Woche wurde in Kathmandu die erste Schwulenhochzeit eines ausländischen Paares gefeiert. Ein Hindupriester vermählte einen Briten und seinen indischen Freund unter der Schirmherrschaft von Pants OrganisationBlue Diamond Society.
Zwar ist die Homo-Ehe in Nepal noch nicht offiziell anerkannt, und diese Zeremonie ist mehr symbolisch als alles andere. Aber gleichgeschlechtliche Partnerschaften, die durch eine kürzlich ergangene Entscheidung des Obersten Gerichtshofs gefördert wurden, könnten in der nächsten Verfassung des Landes, die derzeit verabschiedet wird, verankert werden. Diese Verfassung sollte auch gleiche Rechte für Homosexuelle und den Grundsatz der Nichtdiskriminierung in Stein meißeln, während das Land bereits spezielle Personalausweise für Transgender herausgibt.
Dies ist eine sehr erstaunliche Bilanz für ein Land, in dem Homosexualität erst 2007 entkriminalisiert wurde. Bis dahin waren Schwule sowohl Opfer der Behörden, insbesondere unter dem Regime von König Gyanendra, als auch der maoistischen Rebellen. Nach Jahren des Bürgerkriegs sind die politischen Veränderungen in Nepal jedoch tiefgreifend und ermöglichen eine echte Öffnung.
Außerdem haben die Behörden erklärt, dass sie den Tourismus zu einer neuen Priorität machen wollen, mit dem Ziel, eine Million Besucher pro Jahr zu erreichen (derzeit sind es 400.000). In diesem Rahmen und in Anbetracht der Tatsache, dass sich nur sehr wenige Länder der Region als "friendly" bezeichnen, ist die Positionierung auf dem Markt des Schwulentourismus, der als lukrativ angesehen wird, ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.die Regierung hat sich in den letzten Jahren auf eine neue Strategie geeinigt, um den Tourismus als lukrativer als den klassischen Backpacker-Tourismus zu bezeichnen.
Am Mittwoch findet in Nepal die erste Gay-Pride-Parade statt. Sunil Pant und seine OrganisationBlue Diamond Society organisieren einen Marsch durch die Straßen von Kathmandu. Er hofft, 3.000 Menschen zu versammeln. Ein weiterer Beweis dafür, dass die Rechte von Schwulen und Lesben in diesem Land vorankommen. Ein weiteres Signal an alle schwulen Reisenden auf der ganzen Welt.
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