Die Gay Pride in Südafrika ist das ganze Jahr über ein großes Thema und geht weit über Kapstadt hinaus. Die Saison beginnt im Februar mit der Cape Town Pride und ihrem Mardi Gras durch De Waterkant, doch das historische Schwergewicht ist die Johannesburg Pride – Afrikas erster Pride-Umzug aus dem Jahr 1990 und nach wie vor der größte des Kontinents, der mittlerweile jedes Jahr Ende Oktober in Sandton unter dem Motto „Pride of Africa“ stattfindet. Dazwischen bringt die Durban Pride im Juni den Umzug an die Strandpromenade, die Soweto Pride pflegt jedes Jahr im September eine der stärksten Aktivistentraditionen des Landes, und Pretoria ergänzt den Kalender um seine eigene Ausgabe. Egal, in welchem Monat du in Südafrika landest – wahrscheinlich gibt es eine Pride in deiner Nähe.
Es gibt einen Grund, warum das Land so viele Pride-Veranstaltungen aufrechterhalten kann: Südafrika war die erste Nation weltweit, die LGBTQ+-Schutzbestimmungen in ihre Verfassung aufgenommen hat, und die erste in Afrika, die die gleichgeschlechtliche Ehe legalisiert hat – ein Meilenstein, der 2026 sein 20-jähriges Jubiläum feiert. Dieses Erbe steht kurz davor, seine bislang größte Bühne zu erreichen: Kapstadt wird Gastgeber der WorldPride 2028 sein – das erste Mal, dass diese globale Veranstaltung auf dem afrikanischen Kontinent stattfindet.
Wenn du eine Pride-Reise nach Südafrika planst, denk an die Jahreszeiten: Februar für den Hochsommer in Kapstadt, Juni für den subtropischen Winter am Strand von Durban, Oktober für die Frühlingsenergie in Johannesburg. Bucht frühzeitig für die großen Wochenenden, besonders für Kapstadt im Februar und Sandton Ende Oktober. Wenn ihr über misterb&b bei einem LGBTQ+-Gastgeber übernachtet, bekommt ihr Tipps aus erster Hand zu den Partys, den sichersten Wegen und der lokalen Queer-Szene – Dinge, die das offizielle Programm jeder Stadt nur ansatzweise andeutet.


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