Direkt am Ufer der Spree gelegen, ist Spindler & Klatt Berliner Nachtleben in seiner theatralischsten Form. Ein ehemaliges Getreidelager, verwandelt in ein pan-asiatisches Restaurant-und-Club-Konzept, bodentiefe Fenster mit Blick auf eine schwimmende Ponton-Terrasse, und ein Publikum, das genau weiß, wie man einen Auftritt hinlegt. Das ist keine gewöhnliche Adresse für Dinner und danach ein paar Drinks, das ist der ganze Abend an einem Ort.
Man startet mit dem Dinner. Die Küche setzt auf pan-asiatische Aromen mit europäischem Einschlag, feine Präsentation, Gerichte zum Teilen, und eine Karte, die zum Verweilen bei einem guten Glas Wein einlädt. Der Speisesaal glänzt im Kerzenlicht mit Flussblick, die Art von Setting, die selbst einen Dienstagabend zum Anlass macht. Und für schwule Reisende zählt das, hier kann man Händchen halten am Tisch, ohne zweimal darüber nachzudenken.
Dann, fast unmerklich, geht das Dinner in den Club über. Je später die Nacht, desto mehr werden Tische geräumt, das Licht wird gedimmt, und die Haupttanzfläche übernimmt. Resident- und internationale DJs halten die Energie bis in die frühen Morgenstunden hoch, während die Ponton-Terrasse draußen für alle offen bleibt, die frische Luft, Flussbrise und einen Wechsel zwischen den Sets suchen. Mit Platz für mehrere Hundert Gäste wirkt der Ort nie leer, aber die Aufteilung, Restaurant, Hauptclub und kleinerer Nebenraum, sorgt dafür, dass man immer seine Ecke findet, ob Schulter an Schulter tanzend oder Luft holend am Wasser.
Spindler & Klatt ist kein reiner Gay-Club, gehört aber fest zur queeren Sozialkarte Berlins. Die LGBTQ+ Community zeigt sich bei Themenpartys, Geburtstags-Takeovers und regulären Nächten, und die gemischte, modebewusste, unaufgeregte Energie des Ortes macht ihn zur einfachen Wahl für schwule Männer, die etwas Gehobeneres suchen als eine durchschnittliche Clubnacht. Zieht euch gut an, aber denkt nicht zu viel darüber nach, Berliner Nachtleben honoriert Selbstbewusstsein mehr als Perfektion.
Praktischer Tipp von eurem misterb&b Team: Dinner-Reservierungen sind schnell ausgebucht, besonders am Wochenende, also rechtzeitig buchen, wenn ihr einen Tisch mit Flussblick wollt. Wer nur für die Clubnacht kommt, sollte nach Ende des Dinner-Service erscheinen, um die volle Verwandlung mitzuerleben. Und da Berliner Sommer wie gemacht sind für Terrassen, ist diese eine der schönsten der Stadt, um mit Cocktail in der Hand die Sonne über der Spree untergehen zu sehen.
In der Nähe zu wohnen zählt mehr, als man denkt, besonders in einer so weitläufigen Stadt wie Berlin. Bei einem lokalen schwulen Host über misterb&b zu buchen bedeutet, in einem Kiez zu landen, der euch schon versteht, jemand, der euch zu den Afterpartys, den Brunch-Spots ohne schräge Blicke und den Abkürzungen weist, die nur Locals kennen. Denn die besten Nächte beginnen damit, sich zu Hause zu fühlen, noch bevor man die Wohnung verlässt.
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