Im Untergeschoss eines Gebäudes in Shinjuku, nur wenige Gehminuten von Ni-chōme entfernt, der weltweit dichtesten Ansammlung schwuler Bars, hält sich das BodyBreath! komplett an seine eigenen Zeiten: 24 Stunden, jeden einzelnen Tag. In einer Stadt, die eigentlich nie wirklich zur Ruhe kommt, hat sich dieser Cruising-Club den Ruf erarbeitet, verlässlich und beständig genau dann geöffnet zu sein, wenn der Rest des Viertels sein Programm gerade beginnt oder ausklingen lässt.
Das Layout deckt das Wesentliche übersichtlich ab: Schließfächer, Duschen, Privatzimmer, Cruising-Bereiche, und alle Materialien, die man von einem gut geführten Etablissement erwartet, ohne extra danach fragen zu müssen. Die Happy Hour an Wochentagen läuft vom frühen Morgen bis zum frühen Abend, was es sowohl zu einer sinnvollen Station nach einer langen Ausgehnacht als auch davor macht. Das Publikum tendiert zu jung und athletisch, zieht Männer aus ganz Asien und darüber hinaus an, und der Ort hat über die Jahre einen ganz eigenen Charakter entwickelt, deutlich unterschieden von den größeren Sauna-Ketten anderswo in der Stadt.
Der Zutritt folgt hier einem spezifischen Dress- und Erscheinungscode, den man vorher kennen sollte: BodyBreath! richtet sich hauptsächlich an Männer vom späten Teenageralter bis Mitte 40 mit kurzen Haaren oder Buzz-Cut, und die Aufnahme für ältere Gäste liegt im Ermessen der Geschäftsleitung. Das ist ein kuratierter Ansatz, den manche Besucher frustrierend finden und andere einfach als den Ort akzeptieren, der seiner eigenen Identität treu bleibt, in jedem Fall lohnt es sich, diese Details vorab zu recherchieren, um an der Tür keine Überraschungen zu erleben.
Was Besucher immer wieder erwähnen, ist die Lage selbst, wirklich ausgezeichnet, nur ein kurzer Spaziergang vom Herzen des Nachtlebens von Ni-chōme entfernt, wodurch sich ein Abend hier natürlich in einen größeren Abend durch Tokios schwules Viertel einfügt, anstatt einen eigenen separaten Ausflug zu erfordern. Die Englischkenntnisse des Personals variieren, und die Servicequalität wird laut manchen Berichten als durchwachsen beschrieben, daher hilft etwas Geduld und Flexibilität sehr weiter, besonders wenn die eigenen Japanischkenntnisse begrenzt sind.
Für schwule Reisende, die speziell die Cruising-Szene Tokios erkunden möchten, ist das BodyBreath! eine der bekannten festen Größen der Stadt, in Publikum und Charakter unterschieden von den größeren Sauna-Ketten in Ni-chōme. Wenn es zu den eigenen Vorstellungen passt, lässt es sich leicht in einen Shinjuku-Abend einbauen. Kombiniert einen Besuch mit einer LGBTQ+ freundlichen Unterkunft in der Nähe über misterb&b, und geht mit einer offenen, respektvollen Haltung hinein, die Cruising-Etikette in Tokio hat ihren eigenen Rhythmus, und sie belohnt Besucher, die sich die Zeit nehmen, sie zu lernen.
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