Das Why Not ist einer dieser Clubs, deren Name bereits wie eine Einladung klingt: Warum nicht noch einen Drink bestellen, bis zum Sonnenaufgang tanzen oder den attraktiven Wiener ansprechen, den man gerade an der Bar entdeckt hat? Der queere Nachtclub befindet sich am Tiefen Graben 22, mitten im historischen ersten Wiener Gemeindebezirk, und gehört seit 1979 zum LGBTQ+-Nachtleben der österreichischen Hauptstadt. Damit ist er eine echte Institution der Wiener Gay-Szene und der beste Beweis dafür, dass Wien weit mehr zu bieten hat als imperiale Paläste, klassische Musik und vornehme Kaffeehäuser.
Das Why Not erstreckt sich über drei Ebenen und verfügt über drei Bars, sodass man im Laufe des Abends unterschiedliche Stimmungen erleben kann. Die Bar im Erdgeschoss eignet sich ideal für den Einstieg: einen Drink bestellen, Freunde treffen und erst einmal sehen, wer da ist. Später rückt die Tanzfläche in den Mittelpunkt. Musikalisch stehen gewöhnlich Pop-Hymnen, Dance-Hits, Clubklassiker und House-Beats auf dem Programm. In den ruhigeren Bereichen kann man kurz durchatmen, miteinander reden oder eine interessante neue Bekanntschaft machen, bevor es zurück auf die Tanzfläche geht.
Das Publikum ist überwiegend schwul und queer, mit vielen Männern, gleichzeitig ist der Club für die gesamte LGBTQ+-Community und ihre Freund*innen offen. Hier treffen junge Wiener, internationale Besucher, langjährige Stammgäste, Dragqueens, Partygänger und Freundesgruppen aufeinander. Je nach Programm gibt es Themenabende, Auftritte von Dragqueens oder Go-go-Tänzer. Deshalb lohnt es sich, vor dem Besuch einen Blick auf die aktuellen Social-Media-Kanäle des Clubs zu werfen.
Das Why Not ist kein riesiger, anonymer Megaclub, und genau das macht einen Teil seines Charmes aus. Die relativ kompakten Räume können nach Mitternacht sehr voll werden. Dadurch entsteht eine lebendige, körperliche und kontaktfreudige Stimmung, in der neue Begegnungen oft leichter fallen als in einer weitläufigen Veranstaltungshalle. Wer lieber in Ruhe einen Cocktail trinkt und etwas mehr Platz haben möchte, sollte früh kommen. Wer eine volle Tanzfläche, Pop-Remixe und spontane Flirts zu später Stunde liebt, kommt besser nach Mitternacht und bleibt bis zum Morgen.
Auch die zentrale Lage ist ein großer Vorteil. Der Club befindet sich in der Inneren Stadt und ist unter anderem von den Stationen Herrengasse und Schottentor gut erreichbar. Man kann zunächst im Zentrum essen, einen Drink in einer benachbarten Bar nehmen und anschließend bequem ins Why Not weiterziehen. Der Club eignet sich außerdem als später Abschluss einer Tour durch die queeren Lokale rund um den Naschmarkt.
Das Why Not öffnet normalerweise freitags und samstags von 22:00 bis 06:00 Uhr sowie an ausgewählten Abenden vor Feiertagen. Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Veranstaltungen können sich ändern, daher sollten Besucher vorab die offiziellen Kanäle prüfen. Egal, ob man wegen der Geschichte, der Pop-Hits, der Männer oder einfach zum Tanzen bis zum Frühstück kommt: Das Why Not bleibt eine feste Adresse für eine schwule Partynacht in Wien. Komm, wie du bist – die Antwort auf alles Weitere liefert die Nacht.
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