The Delancey ist ein mehrstöckiger Nachtclub, eine Livemusik-Location und eine Rooftop-Bar in der Delancey Street 168 auf Manhattans Lower East Side. Das weiterhin aktive Lokal vereint drei unterschiedliche Bereiche: einen begrünten Dachgarten, eine Lounge mit Bar und Tanzfläche im Erdgeschoss sowie einen unteren Clubbereich für DJs, Konzerte und Partys. The Delancey ist LGBTQ+-freundlich und veranstaltet regelmäßig queere Events. Es handelt sich jedoch nicht um eine ausschließlich schwule Bar, und an gewöhnlichen Abenden ist das Publikum meist gemischt.
Der Dachgarten gehört zu den charakteristischsten Bereichen der Location. Mit zahlreichen Pflanzen und einer entspannteren Stimmung als auf den Tanzflächen eignet er sich gut für Cocktails, Gespräche und Abende mit Freunden. Bei warmem Wetter bietet die Terrasse eine willkommene Pause vom hektischen Treiben der Lower East Side. Sie besitzt den typischen New Yorker Rooftop-Charme, ohne zwangsläufig so zu wirken, als brauche man für die Bestellung eines Drinks eine Gästeliste, einen Stylisten und ein kleines Gefolge.
Im Inneren verändert sich die Atmosphäre je nach Etage und Veranstaltung deutlich. Die Hauptebene verbindet Cocktailbar, Lounge und Club, während im Untergeschoss Tanzveranstaltungen, DJs und lateinamerikanische Rhythmen stärker im Mittelpunkt stehen. Reggaeton, Hip-Hop, Pop, Disco, elektronische Musik und offene DJ-Sets können je nach Abend auf dem Programm stehen. Darüber hinaus präsentiert The Delancey Livemusik mit unabhängigen Bands, Sängerinnen und Sängern, Rap-Acts, Comedians und neuen Künstlern.
Für LGBTQ+-Gäste hängt das Erlebnis stark von der jeweiligen Veranstaltung ab. In The Delancey finden Dragshows, Pride-Veranstaltungen und ausdrücklich queere Partys wie Color Me Queer statt. Letztere richtet sich insbesondere an queere und trans Personen of Color. Bei solchen Events kann sich das Lokal in einen ausgesprochen queeren Treffpunkt mit LGBTQ+-DJs, Dragperformances und einem vielfältigen Publikum verwandeln. An einem regulären Clubabend sollten Besucher dagegen eher mit einem allgemeinen, heterogenen Nachtleben-Publikum rechnen als mit einem Raum voller schwuler Männer.
Diese Unterscheidung ist für die Planung wichtig. Wer eine klassische New Yorker Gay-Bar besuchen und möglichst viele andere schwule Männer treffen möchte, findet in Hell’s Kitchen, Chelsea, im West Village oder in Brooklyn verlässlichere Adressen. Wer dagegen einen stilvollen, inklusiven Club sucht, in dem queere Partys neben Konzerten und Mainstream-Events stattfinden, kann im The Delancey einen spannenden Abend erleben. Entscheidend ist weniger der Name der Location als das konkrete Event.
Publikum, Musik und Kleidungsstil können sich von Abend zu Abend stark verändern. Manche Veranstaltungen wirken locker, alternativ und kreativ, während Wochenendpartys eher schick gekleidete Gruppen, Geburtstagsgesellschaften und Gäste mit Tisch- oder Flaschenreservierung anziehen. Auch Eintrittspreise, Öffnungszeiten und Altersbeschränkungen variieren. Viele späte Veranstaltungen sind ausschließlich für Personen ab 21 Jahren zugänglich. Ein gültiger physischer Lichtbildausweis ist für das New Yorker Nachtleben grundsätzlich sehr wichtig.
The Delancey befindet sich in der Nähe der Williamsburg Bridge und ist von der U-Bahn-Station Delancey Street–Essex Street bequem zu Fuß erreichbar. Der Besuch lässt sich gut mit den Restaurants, Cocktailbars und kulturellen Angeboten der Lower East Side verbinden. Vor dem Aufbruch sollten Gäste unbedingt den offiziellen Veranstaltungskalender und die Angaben des jeweiligen Veranstalters prüfen. So lassen sich Musikrichtung, erwartetes Publikum, Ticketbedingungen und geöffnete Etagen bestätigen.
The Delancey bleibt eine aktive, vielseitige und queerfreundliche Nachtadresse mit echten LGBTQ+-Elementen in seinem Programm. Als dauerhaft schwuler Club sollte es dennoch nicht beschrieben werden. Bei der richtigen Veranstaltung erwarten die Besucher Drag, Disco, ausdrucksstarke Outfits und ein Dach voller queerer New Yorker. An einem gewöhnlichen Abend kann das Erlebnis wesentlich gemischter ausfallen. Ein Blick in den Kalender ist hier deshalb keine lästige Vorbereitung, sondern der Schlüssel zur richtigen Party.
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