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Mai
21
2013

Madrid, lass die Fiesta weitergehen!
21 Mai 2013
von Laurence Ogiela / TÊTU

Madrid, lass die Fiesta weitergehen!

Madrid, das immer wieder mit Barcelona verglichen wird, hat ebenfalls Vorteile, die Touristen im Allgemeinen und Schwule im Besonderen anziehen. Die Hauptstadt des spanischen Königreichs, die auf einem Hochplateau liegt, hat zwar nicht den Charme eines Badeortes, aber sie ist ihrer Rivalin mit ihrer Kreativität und ihren Festen weit überlegen.

Zunächst einmal beherbergt Madrid drei der schönsten Museen der Welt: der Prado, das spanische Äquivalent zum Louvre, das Zentrum für zeitgenössische Kunst Reina Sofia (mit dem Spitznamen Sofidou in Anlehnung an das Pomp.renz an das Centre Pompidou) und das Thyssen-Bornemisza-Museum, das dieses Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert und die größte private Kunstsammlung der Welt zeigt.

Neben diesem goldenen kulturellen Dreieck ist der Hauptpark der Stadt, El Retiro, eine Art lokaler Central Park, an schönen Tagen von Menschen überfüllt. Man trifft Familien mit Kinderwagen, schwitzende Jogger, Verliebte, die mit dem Boot auf dem See fahren, und Männer, die sich in Schale werfen. Auch wenn die Casa de Campo im Westen der Stadt eher ein beliebter Treffpunkt für Naturfreunde in Madrid ist.

Aber um den Geist der Movida zu erleben, den der in Madrid geborene Filmemacher Pedro Almodovar so liebt, und die spanische Hauptstadt wie ein echter Madrilene zu entdecken, gibt es nichts Besseres, als durch das alternative Viertel Malasaña und die sehr schwulen Straßen von Chueca zu schlendern. hier wurde in den 1980er Jahren die Madrider Movida geboren, und auch heute noch treibt sich hier die gesamte kreative Avantgarde herum: Designer, Musiker, Filmemacher...

Madrid Plaza Mayor
Die Plaza Mayor, im Herzen des historischen Madrids © DR

Auf dem Markt von Fuencarral, der Straße, die die beiden Viertel voneinander trennt, können Fashion Victims ihrem Lieblingssport frönen: dem Schaufensterbummel. Auf der Chueca-Seite sind die Straßen Barquillo und Marqués del Monasterio die Hochburg der jungen Designer. In Malasaña, dem alternativen und hedonistischen Zentrum von Madrid, kann man jederzeit damit rechnen, Javier Bardem und Penélope Cruz in einer Tapas-Bar oder einem Vintage-Laden zu treffen. Übrigens betreibt die Familie Bardem eine berühmte Tapas-Bar in Chueca, die Bardemcilla (Augusto Figueroa, 47).

Denn nach der sozialen Movida der 1980er Jahre erlebt Madrid eine weitere, die sich mit Design und Gastronomie befasst. Davon zeugen die vielen trendigen Restaurants, die in den letzten Jahren eröffnet wurden. Ironischerweise gehören viele von ihnen Katalanen wie der Grupo Tragaluz, der die angesagten Bar Tómate (Fernando El Santo, 26) und Luzi Bombón (Paseo de la Castellana, 35) zur Metro Rubén Darío, oder das Restaurant Vi Cool des katalanischen Sternekochs Sergi Arola in der belebten Calle Huertas.

Im Zentrum von Chueca ist der völlig neu gestaltete San Antón-Markt immer voll. Die ehemalige Markthalle ist jetzt ein Designer-Gourmet-Zentrum, in dem man alle Arten von traditionellen und originellen Tapas probieren kann. Es ist auch ein guter Ausgangspunkt, um Frauen aufzureißen, bevor du dich in eine wilde Party stürzt.

Denn vergiss nicht, dass die Spanier Langschläfer sind und die Partys nicht vor 22 Uhr beginnen. Beginne deine Tour in einer Tapas-Bar oder Cervecer&ia cute;a, wo du Tortillas, Patatas fritas und Gambas vom Grill mit einem Glas Wein oder einer Caña (einer Halben) genießen kannst.

Weiter geht es mit einer Tour durch die Copa-Bars bis 3 Uhr morgens, bevor du in die Nachtclubs oder sogar auf die After-Show-Partys gehst. Madrid befindet sich in einem ständigen Wachzustand und die Partystimmung ist überall zu spüren. Übrigens werden die Madrilenen los gatos genannt, weil sie die Nacht draußen verbringen, wie die Katzen.

Der Chueca-Platz ist der Ausgangspunkt jeder anständigen Madrider Schwulenparty. Hol dir im Schwulenbuchladen A Different Life die kostenlosen Schwulenhefte Shangay und Odisea ab, um dich über die Partys zu informieren. Von der Terrasse der Cocktailbar La Mariquita oder der Tapas-Bar Angel Sierra Taberna aus kannst du alles genießen, was vorbeikommt, bevor du dich entschließt, es ihnen gleich zu tun.

Dann geht es weiter von Bar zu Bar und von Club zu Club in den angrenzenden Straßen Libertad, Barbieri und San Marcos. Die Gay-Tour führt durch die Liquid Bar mit ihren Videoleinwänden, das Why Not?, das wie ein winziger, überfüllter Zugwaggon aussieht, und die LL Bar mit ihren Drag-Queens-Shows. Dann geht es auf die andere Seite der Gran Via zur Connection-Party oder ins La Boîte, gleich nebenan, oder nach Malasaña in den Club Démodé, wo Isaac und Sandra, die wir lieben, auftreten.

Madrid Kluster Laurence Ogiela
Die Kluster-Party im Viertel Chamartin © Laurence Ogiela

Im Chango Club im Stadtteil Chamartín findet die Kluster-Party statt. Renommierte DJs, muskulöse Typen zum Niederknien: ein Rezept, das sich bewährt hat. Am frühen Morgen, bevor du ins Bett gehst, vergiss nicht, eine Schokolade mit Churros zu probieren, entweder in der Chocolatería San Ginés (Pasadizo de San Ginés 5) oder bei Mama Inés (Hortaleza 22), zwei bekannte Anlaufstellen für hungrige Nachtschwärmer. Und wenn du am Sonntagmorgen noch am Leben bist, kannst du immer noch auf dem Flohmarkt im Rastro nach Schnäppchen suchen...

Alle schwulen- und gay-friendly Adressen in Madrid findest du im Gay Guide für Madrid.

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